Sonntag, 25. Oktober 2015

Vom Couchpotatoe zum aktiven Menschen

 
"Laufe zehn Schritte und jeden Tag einen mehr."
*ein Zen-Lehrer*
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Schon seit Monaten weiß ich, dass ich bei #worldrun mitmachen werde. Kaum war die Voranmeldung online gestellt, schon wurden meine Daten eingetippselt.

Jetzt geht das Projekt in die heiße Phase, damit ich am 8.Mai 2016 fit starten kann. Für mein Training habe ich mir Couch to 5k® auserwählt. (Hier der deutsche Trainingsplan)  Mit dieser Methode sollte ich aus meiner Komfortzone herauskommen. ;)

Die Idee dahinter ist, dass man sich dreimal die Woche sportlich betätigt. Das heißt also, von der Couch aufzustehen, sich kräfteschonend in Bewegung zu bringen, von Woche zu Woche zu steigern, und nach 9 Wochen ist man fähig 5 km am Stück durchzulaufen.

Der Weg dahin wird wohl zeitweise steinig und mühsam, und es wird Rückschläge geben, aber ...

... schon Maria Pilarski hat gemeint: "Wenn man alles auf Anhieb schafft, hat man die Ziele zu tief gesteckt."

Nun denn, dann gehen wir es an.
Die Planungsphase kann beginnen!

Da ich stolze Besitzerin eines Smartphones bin, wird dieses Wunderding die nächsten Wochen mein Coach und Begleiter sein.

Via App(s) und motivierender Musik geht es dann frisch ans Werk.

Couch to 5k® stellt eigene Apps für iPhone und Android zur Verfügung. Diese sind allerdings kostenpflichtig.
Es gibt aber - für den Anfang - auch kostenlose Apps. Als Top-Emfehlung wäre da Runtastic zu nennen.
Wie ich im Play-Store gesehen habe, gibt es auch einen 5K Running Trainer, über den ich aber noch keinerlei Erfahrungswerte besitze. Benutzung also "auf eigene Gefahr". ;)
Auch Runkeeper soll sich gut eignen. Eine meiner Bekannten schätzt die Funktion, die Intervalle aus Couch to 5k® einzugeben, die dann über die Musik eingeblendet werden. (Was immer das heißen mag. Sollte ich diese App testen, gibt es auch einen Erfahrungsbericht darüber.)

Um schön im Rhythmus zu bleiben, benötigt man natürlich die richtige Musik: Auch hier stellt Couch to 5k® passende Stücke zur Verfügung.
Podcast for beginners
Podcast for graduates

Alternativen dazu wären dann Podrunner oder Motion Traxx. Mit der Musik von MotionTraxx habe ich schon beim Rad fahren sehr gute Erfahrung machen dürfen. Natürlich gibt es auch im Net schöne Musik, die dich im Rhythmus hält. Begib dich auf die Suche. ;)

Wer gerne online seine Erfolge (und Misserfolge *gg*) dokumentiert, kann sich bei endomondo oder micoach registrieren.

Für die Vegetarier unter meinen Lesern hätte ich auch noch was. Sich fleischlos zu ernähren, schließt nämlich körperliche Hochleistungen nicht aus.
Da möchte ich auf den Ultramarathonläufer Matt Frazier hinweisen.

Meiner Meinung nach sollte man am Start noch nicht zu viel Geld investieren, weil man nie weiß, wie lange die Gesundheit und Motivation (gerade in der Winterszeit) dieses Projekt mitmacht.

So muss man auch nicht sofort losstarten und den 130 Euro Laufschuh kaufen, sondern es reicht das, was sowieso schon an Sportschuhen vorhanden ist, bzw. die günstige Variante aus dem Schuhdiscounter.
Wenn man Feuer gefangen hat, und man für das Laufen brennt, dann wird man sich freiwillig besseres Equipment kaufen. Am besten dann noch mit Beratung und Laufanalyse. Es kommt nicht auf die Marke an, oder ob einem der Schuh optisch gefällt - sondern der Schuh muss zum Fuß passen. Er muss an den richtigen Stellen stützen, dämpfen und nachgeben. Der passende Schuh lässt sich heutzutage im Sportgeschäft mittels Analyse am Laufband finden.

Die kommende Woche wurde regenfrei gemeldet, daher werde ich morgen, am 26.Oktober, mit meinem Training starten.

Wünsch mir Glück.


Und dir wünsche ich einen wunderbaren Tag.






Mittwoch, 21. Oktober 2015

Mal packe ich das Leben, dann packt das Leben wieder uns ;)

Leben ist das was passiert, während du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen.
*John Lennon*
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Warum ist es seit einem Monat so still und unstrukturiert in diesem Blog?

Tja, da hat mal wieder die "Gesundheit" mitten in meine Pläne reingepfuscht. Sowohl bei meinem Mann, als auch bei mir, ging es nicht so voran, wie wir eigentlich wollten.

Nach einem wunderbaren Jahr, in dem alles nur noch toll vorwärts ging, hatte mein Mann Mitte September einen kleinen Rückfall. Und das heißt in dem Fall: Halbe Kraft voraus, und die andere Hälfte sparen, um gut durch die Welle zu kommen.
Wie es aussieht, dürfte die Welle durchschwommen sein.

Bei mir ist es die rechte Hand, die  Probleme macht. Nachdem ich sie drei Wochen geschont, und die Computermaus gar nicht erst in die Hand genommen habe, ist sie jetzt zumindest weitgehend schmerzfrei.

Voller Hoffnung kann ich also sagen: "Ab jetzt kommt wieder Struktur in diesen Blog."



Hoffentlich! ;)



Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag!

Sonntag, 11. Oktober 2015

Die Kastanien fallen ...

„Kastanien find' ich einfach edel,“
da knallt so' n Ding mir auf den Schädel! 
 
Quelle:
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Jetzt ist es endlich wieder soweit! Die Kastanien fallen!
 
Als Kinder haben wir sie geliebt, daraus Tiere und Figuren gebastelt, und auch wir Erwachsenen nehmen sie noch sehr gerne in die Hand.
Frisch vom Baum gefallen, sind sie echte Handschmeichler. Was aber leider in Vergessenheit geriet, ist, dass man sie u.a. als Wasch- und Kosmetikmittel verwenden kann.
 
An das Waschmittel möchte ich mich jetzt heranwagen und war daher heute unterwegs um einen kleinen Kübel Kastanien zu sammeln.
 
 
 
 
Wie stellt man jetzt das Waschmittel  her?
 
 
Also ....
 
Im Prinzip muss man die Kastanien nur zerkleinern, und einen Sud daraus ziehen lassen. Diesen kann man dann wie ein Flüssigwaschmittel verwenden.
 
Nun aber die Rezeptur:
 
  • 5 bis 8 Kastanien vierteln (für "Buntwaschmittel" dürfen die Schalen dran bleiben, für Weißwäsche nur den hellen Teil der Kastanie verwenden) und in ein Glas mit Deckel geben.
  • mit 250ml bis 300ml Wasser übergießen
  • Das Glas mind. 8 Stunden stehen lassen
  • Nach der "Ruhezeit" den Sud durch ein Sieb in ein Waschmittelbehältnis leeren, und mit den Kastanienstücken einen neue Sud ansetzen.
Die Kastanien lassen sich bis zu dreimal ansetzen. Es ist aber zu beachten, dass die "Ruhezeit", in der die Kastanien im Wasser ziehen, dadurch auch von Mal zu Mal länger wird. (Es dauert einfach länger, bis die Saponine gelöst sind.)
 
Für ganz Eilige und Ungeduldige hätte ich da noch eine andere Methode:
Wenn man die geviertelten Kastanien für 15 Minuten aufkocht, sollte der gleiche Effekt vorhanden sein.
 
Ist man überzeugt vom Kastanienwaschmittel, dann wird es sich lohnen, einen Vorrat für den Winter anzulegen.
In Form von Kastanienpulver.
 
Dazu zerkleinert man die frisch vom Baum gefallenen Kastanien (bei längerer Lagerung werden sie zu hart) mit einem Hochleistungsmixer, oder einen Wiegemesser aus der Küche. Auch mit Hammer oder Mörser kann man die Kastanien bearbeiten. (Die Stücke sollen nicht größer als 3 mm bis 4 mm sein. )
 
Diesen "Kastanienmatsch" kann man an warmen Tagen in der Sonne, oder ca. zwei bis drei Stunden auf dem Backblech ( 40 Grad Umluft) , trocknen lassen. Hin und wieder die "Brösel" durchmischen, damit sie gleichmäßig trocken werden.
 
Das getrocknete Pulver kann man dann in luftdicht verschlossenen Gläsern aufbewahren, und je nach Bedarf entnehmen. Wichtig ist, dass das Pulver nicht nass wird. (Schimmelgefahr)
 
Zwei bis vier Esslöffel reichen für ca. 300 ml Waschsud. Da sich die Saponine aus dem Pulver schneller herauslöst, reicht es, wenn man den Sud für ca. 30 Minuten ansetzt.
Anschließend geht man vor, wie bei den frischen Kastanien. -> Abseihen, und den Sud wie Waschmittel verwenden. Auch beim Pulver ist es möglich, die "Waschsubstanz" dreimal zu verwenden.
 
Das Kastanienwaschpulver hat natürlich keine Fleckenlöser für hartnäckige Flecken und eignet sich daher nur für oberflächlich verschmutzte, und verschwitzte Kleidung.
Zur Fleckentfernung sollte man daher das entsprechende Wäschestück mit Gall- oder Kernseife vorbehandeln.
Außerdem kann man bei besonders hartem Wasser zusätzlich noch 1 TL Waschsoda ins Waschmittelfach geben. Das entkalkt, verhindert Grauschleier, und ist auch leicht fleckenlösend.
 
Übrigens enthält auch Efeu Saponine ( chem. Verbindungen, welche in Wasser gelöst, seifenartige Eigenschaften entwickeln) und kann daher auch als Waschmittel verwendet werden.
 
Dazu nimmt man 10 dicke Efeublätter, reißt sie in der Mitte auseinander, gibt sie in einen kleinen Wäschesack, und dann rein ... mitten in die Wäsche.
 
Viel Spaß beim Ausprobieren, und ...
 
... ich wünsche dir einen wundervollen Tag.

Mittwoch, 30. September 2015

Instabilität - Stabilität

Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen.
*Jon Kabat-Zinn*
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Ich möchte diesen Blogbeitrag heute mit einem Foto beginnen:
 

 
Diese Plastik von Sepp Auer (2002) nennt sich

Instabilität - Stabilität


Warum ist mir gerade "Instabilität - Stabilität" einen Beitrag wert?

An dieser Plastik bin ich in den letzten zweieinhalb Jahren sehr oft vorbei gegangen. Und sie hat mir etwas gelehrt ...

Nämlich das, dass ich darauf achten muss, stabil zu bleiben. Auch dann, wenn mein Leben droht von hohen Wellen überrollt zu werden. Mehr als eine leichte Schieflage, damit die Stützen mich noch halten können, sollte es in meinem Leben nicht geben.

So eine leichte Schieflage, weil da einige Wellen auf mich zugerollt kamen, gab es in den letzten beiden Wochen.

Zuerst der Schulanfang, wo ich mir eine Woche lang täglich die Frage stellen musste: Bin ich nun die Betreuung der Schulkinder, oder werde ich etwa in Wahrheit dafür bezahlt, die Eltern zu erziehen?

Es kostet Nerven! Es kostet Kraft!

Und es wäre nicht notwendig, wenn nicht einige besondere Exemplare sich und ihre Kinder für "gleicher" halten würden, als alle anderen.
Und wenn sie beweisen würden, dass sie lesen können, was am Schultor geschrieben steht.
Und,wenn sie uns unsere Arbeit machen ließen, wie wir sie schon seit Jahren machen.
Und wenn sie nicht ihre Regeln und Anschauungen ständig unseren Regeln überstülpen wollten.

Regeln, die wir den Kindern beibringen wollen, aber von den Eltern - im Beisein der Kinder - ständig untergraben werden.

Mein Spruch dazu, den ich manchmal schon wie ein Mantra herunterbete: "Zuhause (im Kinderzimmer) gelten eure Regeln. Hier, in der Schule, sagen wir dir, wie der Hase läuft."

So, das war die erste Welle, auf der ich inzwischen surfe.

Die zweite Welle, mit der ich gar nicht gerechnet habe, war ein gesundheitlicher Rückfall meines Mannes.
Zehn Tage lang hielt uns diese Welle in Schach. Aber gewonnen haben wir. ;o)

Und dann gab es noch eine Welle, die auf unsere gesamte Gemeinde zugerollt kam.
Seit 16. September 2015 haben wir ca. 100 neue "Gemeindemitglieder", die den Weg aus Syrien und Afghanistan zu uns her gefunden haben.
Vom Bundesministerium wurde in meiner Nähe ein Containercamp geschaffen, in das immer wieder neue AsylbewerberInnen eingewiesen werden.
Für die Dauer, in der über die Anträge beschieden wird, sind diese Menschen bei uns untergebracht. Sobald sie Bleiberecht in Österreich bekommen, "ziehen" sie weiter und neue Bewohner nehmen ihre Plätze ein.

Das stellt unsere Hilfsbereitschaft auf eine harte Probe. Es geht nicht darum XXX neue Menschen einmalig in unsere Gemeinschaft zu integrieren, sondern alle paar Wochen sind wir mit Menschen konfrontiert, die oftmals nicht mehr besitzen, als das, was sie am Körper tragen.
Sie müssen eingekleidet werden, sie müssen sich von den Strapazen der Flucht erholen, sie müssen "erstmal ankommen".

Es ist beeindruckend, wie schnell sich da eine "Hilfsorganisation" formiert hat. Und wie schnell und flexibel da geholfen wird.

Hörsching hilft - und ich bin ein kleiner Teil davon. ;o)


Ja, mit diesen drei Wellen war ich die letzten beiden Wochen beschäftigt. - Inzwischen surfe ich darauf. ;o)

Das Bloggen wäre sicherlich auch möglich gewesen. Aber ...

Wie am Anfang geschrieben: Ich habe gelernt auf mich zu achten, und darum habe ich das mit der Recherche, und dem Zusammenfassen in einen Beitrag, erstmal hinten angestellt. Solange, bis ich mich wieder stabil genug fühle, auch diesen Teil meines Lebens wieder in den Alltag aufzunehmen.

Heute ist es soweit, und nun geht es weiter wie bisher.

Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag.



Mittwoch, 16. September 2015

Aus dem Alltag aussteigen ...

... mit Qi Gong.

Da ich gerade rotiere, und oft kurzfristig nicht weiß, wo mir der Kopf steht, muss ich mich wieder auf "mein" Qi Gong zurück besinnen.
Morgen - bevor ich in die Schule gehe - sollte unbedingt eine kleine Einheit absolviert werden, damit ich "tiefenentspannt" durch meinen Job komme.

Warum Qi Gong?

Ja, warum? Vor einem Jahr hätte ich diese Frage nicht beantworten können.
Inzwischen habe ich 10 Kurseinheiten an der VHS genossen, und durfte spüren, wie einen diese ruhigen, sanften und gleitenden Bewegungen "runterholen". Und wie sehr diese kleinen Einheiten nachklingen.

Aber was genau ist Qi Gong? - Sieht komisch aus, tut aber gut. ;o)

Qi Gong kann man nicht wirklich beschreiben, Qi Gong muss man fühlen. Fühlen, was es innerlich mit einem macht; fühlen wie sehr es den Körper "beschäftigt", wenn man einfach nur ruhig steht oder sich langsam und sanft gleitend bewegt, und dabei achtsam atmet.

Per Definition ist Qi Gong eine 5000 Jahre alte Tradition aus China und Teil der "traditionellen chinesischen Medizin" (TCM)
Qi Gong dient dem Energiefluss (dem Qi) im Körper. Die deutsche Entsprechung für den chinesischen Ausdruck "Gong" ist "Arbeit/Fähigkeit/Können".
Qi Gong könnte man daher als "Fähigkeit, mit der Energie des Körpers umzugehen" sehen.
Qi Gong besteht aus einer Reihe einfacher Körperstellungen, im Einklang mit der Atmung und einer gelenkten Vorstellungskraft. 

Hat man zu viel Energie - so wie ich, wenn ich nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht - dann kann man mit Qi Gong diese Energie bündeln, und in eigene Bahnen lenken.  Die innere Zerrissenheit wird so in relativ kurzer Zeit zur inneren Ruhe.
Ein weiterer, positiver Aspekt ist, dass die Selbstheilungskräfte und das Immunsystem aktiviert werden. Der Mensch wird widerstandsfähiger.

Beim Qi Gong gibt es mehrere Strömungen. In Grunde kann man es aber in drei Obergruppen einteilen
  • inneres Qi Gong (kaum Bewegung, viel Vorstellungskraft)
  • äußeres Qi Gong (langsam durchgeführte Bewegungsabläufe)
  • Qi Gong Yangsheng ("Entschleunigung" des Alltags und des eigenen Lebens; wieder mehr auf sich selber besinnen; Achtsamkeit)

Alles in allem, ist gegen so kleine Qi-Gong-Sessionen, die man sich täglich gönnt, nichts einzuwenden. ;o)

Einfach mal aus dem Alltag aussteigen! Das geht auch mitten in der Stadt, zur Mittagszeit.

Qi Gong am Martin-Luther-Platz in Linz

Und wer sich nun fragt, weshalb ich diesen Beitrag unter dem Label "Sport" einstelle, dem kann ich nur sagen: "Man soll gar nicht glauben, wie sehr man ins Schwitzen kommen kann, wenn man nur ruhig da steht wie ein Baum." (Zhan Zhuang) Da spürt man, wie die Muskeln arbeiten. :o)

Einige Stichworte ...
"Duft Qi Gong", "medizinisches Qi Gong", "acht Brokate", "fünf Tiere", "sechs heilende Laute"  

... und weiterführende Links:
Was ist Qi Gong?
Heilende Bewegungen Qi Gong


Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag.

Sonntag, 13. September 2015

Warum legen Schwäne ihr Bein auf den Rücken?

In diesem superheißen Sommer trieb ich mich sehr oft an unserem Badesee herum. Besonders angetan haben es mir dort die Wasservögel.

Enten, Blässhühner und Schwäne en masse. Und dazu noch der zahlreiche Nachwuchs!
Im Laufe der Wochen konnte man den Jungvögeln beim Wachsen zusehen, und im August machte ich dann diese Beobachtung:



Schwäne legen manchmal eines ihrer Beine über den Rücken. Sowohl zu Wasser, als auch zu Land; sowohl alt, als auch jung.

Ja, warum machen sie das? Neugierig wie ich bin, habe ich mich auf die Suche nach Erklärungen begeben.

Drei mögliche Lösungen habe ich gefunden ...

  • Es soll der Entspannung dienen.
  • Sie kühlen sich ab. (Die Verdunstungskälte wird genutzt.)
  • Ähnlich wie Flamingos, Störche und manch andere Vögel, übertragen sie das Körpergewicht nur auf ein Bein, um Energie zu sparen.

Hast du noch eine andere Antwort für dieses Phänomen?

Mittwoch, 9. September 2015

Wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist ...

Sparen ist: Die richtige Mitte zwischen Geiz und Verschwendung

*Theodor Heuss*
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Wer kennt es nicht? Es ist der 19. des Monats, und man steht schon beinahe am Ende des Geldes. Dabei ist noch so viel Monat übrig.
Was also tun?

Wenn man dem Spruch von Theodor Heuss Glauben schenken darf, hat man bisher zu verschwenderisch gelebt ...

Jaaaa, ich weiß, manchmal ist das Einkommen so knapp, dass man sowieso schon jeden Euro, und jeden Cent dreimal umdreht, bevor man ihn ausgibt. (Auch ich bin durch solche Zeiten gegangen.) Da klingt das Wort "Verschwendung" wie der blanke Hohn.
Trotzdem muss man sich "nach der Decke strecken". Man hat keine andere Wahl.
Als Bittsteller und "Almosenempfänger" bei Väterchen Staat, oder im Verwandtenkreis, fühlt man sich ja auch nicht wirklich wohl. Man will es aus eigener Kraft schaffen, und seinen Stolz bewahren.

Darum ein paar Tricks und Kniffe, wie man mit seinem Geld länger über die Runden kommen kann:

1. Schritt: Die Ausgaben sichtbar machen! Was soviel heißt, dass man ein paar Monate lang akribisch ein Haushaltsbuch führen sollte. Für die "Digital Natives" gibt es jede Menge Apps für Smartphone und Tablets.
So sieht man gleich, in welchen Kanälen das gute Geld versickert. Die unnötigen Löcher können somit schnell verschlossen werden.

2. Schritt: Die Fixkosten aufzeigen! Alles was man für die Betriebskosten, Miete, Strom, Rundfunkgebühren, Telefon&Internet, Versicherungen, Auto, Kreditraten, Zeitungsabos, Vereinsbeiträge, Fahrkarten für Öffis, etc. zu bezahlen hat. 
Nicht darauf vergessen, die Beträge festzuhalten, die viertel-, halb- oder ganzjährig zu zahlen sind. Die übersieht man leider viel zu leicht, machen aber dann (große) Probleme, wenn sie fällig werden.

3. Schritt: Kommende Kosten sichtbar machen: (Werkstattkosten fürs Auto, Schulbeginn und Schulveranstaltungen, Renovierungsausgaben, wichtige Anschaffungen, Kleidung, Kultur, etc.)
Das alles sollte man kalkulieren, und dann fixe Monats-Sparraten mittels Dauerauftrag vom Girokonto buchen lassen.

Jetzt hat man schon eine gute Übersicht, wie viel Geld tatsächlich monatlich fix weggeht.

Die Kosten, die du nur alle drei, sechs oder zwölf Monate zu begleichen hast (oder die man für Schulreisen der Kinder aufbringen muss), die teilst du in die entsprechenden Drittel, Sechstel und Zwölftel. In den Monaten, in denen diese Kosten nicht fällig werden, lässt du diese Teilbeträge gleich automatisch (Dauerauftrag) am Anfang des Geldes auf ein Sparkonto buchen.
Ebenso verfährst du mit den Raten, die du ev. für schulische "Projektwochen", Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke, Anschaffung von neuen Elektrogeräten, Tierarztkosten, etc. anzusparen hat.

Hast du nun die Ausgaben im Blick, kannst du dich den Einnahmen widmen. Die sind meist sehr übersichtlich und schnell zusammengesucht.

Gehalt/Gehälter, Familienbeihilfen, Unterhaltskosten, ev. Wohnbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld/Pflegegeld, und das war es dann meist schon.
Nun ziehst du von diesen Einnahmen die Fixkosten ab, und schon siehst du, welchen Betrag du monatlich zur freien Verfügung hast. Für Nahrung, für Hygiene, für Benzin, ev. Tiernahrung, für Freizeitgestaltung, etc.

Um die Kontrolle nicht so schnell zu verlieren, könntest du diesen Betrag in wöchentliche Beträge zerlegen, und diese dann in vier/fünf Kuverts stecken. (Ich habe mir dazu damals Gläser adaptiert.)



Als das Konto frisch gefüllt war, wurden die Gläser mit den entsprechenden Beträgen gefüllt. Für die fünfte Woche war es nur noch der aliquote Betrag für die übrig gebliebenen Tage.

Das System läuft dann so: 
Man hat einen wöchentlichen Rahmen, den man keinesfalls überschreiten sollte. Sind am Donnerstag z.B. nur noch 10 Euro übrig, dann ist über das Wochenende eben Restekochen, und Leben aus den Vorräten angesagt.
Bleibt hingegen etwas übrig, dann wanderte es in das Glas der nächsten Woche. Umgekehrt läuft es aber ebenso. Ist etwas zu bezahlen, was keinen Aufschub zulässt, dann nimmt man Anleihe in der nächsten Woche. Was aber soviel heißt, dass anschließend eine Woche lang Schmalhans Küchenmeister sein sollte, um sich selber/die Familie sehr preisgünstig durch diese Tage zu manövrieren.
Wenn man dieses System gut beherrscht, bleibt oft sogar im fünften Glas noch etwas übrig, was man am Ende des Monats aufs Sparkonto geben kann.

Ja, was aber, wenn trotz gutem Willens das Geld zu knapp ist?
Dann kann man nur zusehen, die Ausgaben zu senken und/oder die Einnahmen zu erhöhen. Dazu aber mehr in einem anderen Beitrag.

Enden möchte ich mit dem Ratschlag:  Sparen gelingt nur, wenn man auf etwas verzichtet, oder günstiger und bewusster einkauft.

Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag!