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Mittwoch, 19. August 2015

Entrümpeln ,und was der Zufall damit zu tun hat


Der Zufall ist immer kraftvoll.
Lass' deinen Haken immer ausgeworfen; im Teich werden dort die Fische sein, wo du sie am wenigsten erwartest.
 
*Ovid*
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Seit vielen Wochen nehme ich mir vor, dass ich einmal durch das gesamte Haus gehe, und nach Dingen suche, die ich loslassen kann.
 
Mit diesem Blog habe ich schon einmal den Anfang gemacht, und jetzt ist mir noch der Zufall entgegen gekommen.
 
Bei Facebook wurde eine "Flohmarkt"-Gruppe eröffnet; für alle Bürger unserer Gemeinde. Und schon - am zweiten Tag des Bestehens - wurde der Keller von insgesamt 32 Marmeladegläsern befreit.
 
Durch diese Gruppe motiviert, habe ich dann gleich im Web ein Fotoalbum angelegt, in das ich Bilder hochlade. Bilder von Dingen, die ich Stück für Stück loslassen werde. Für dieses Album setze ich dann einen Link in der Gruppe, und schon kann jedermann durchblättern, was es bei mir gerade zu finden gibt.
 
Ich habe zwar Accounts bei "willhaben.at" und "eBay", aber die Arbeit damit, die hat mich immer ausgebremst.
Da fotografiert man - beinahe profimäßig, damit das Produkt sich gut präsentiert - die Artikel. Bügelt, säubert, sucht die optimalen Lichtverhältnisse, bearbeitet das Bild, ...., beschreibt des Langen und Breiten, ...., bringt das Paket zur Post und hofft, dass der Kunde auch zufrieden ist.
Der Erlös ist dann vielleicht nur ein Euro. (Bei Ebay noch weniger, weil die Gebühren und Provisionen noch abgezogen werden.)
 
Um wieviel leichter ist es da mit so einem virtuellen Flohmarkt!?
Man kennt sich, oder lebt zumindest nur wenige Kilometer voneinander entfernt.
Da fährt man schnell am Abend, nach der Arbeit, beim Anbieter vorbei und wird sich dort sofort einig. Ein einziges Bild in der FB-Gruppe reicht.
 
Manchmal sind es die Zufälle, die einem einen großen Schub nach vorne geben.
 
Wenn du auch entrümpeln möchtest, und dir irgendwie die Motivation fehlt ....
 
Wie wäre es mit einer regionalen FB-Flohmarkt-Gruppe, die du eröffnest! (Falls es das noch nicht bei euch gibt.) Werde du für andere zum Zufall, der ihnen gerade zur rechten Zeit kommt. ;o)
 
 
Mein erster Schritt ist gepackt!
Der Haken bleibt weiterhin ausgeworfen - damit ich noch vielen Zufällen begegne. ;o)



Sonntag, 16. August 2015

Minimalismus

Wer kennt es nicht - das Gefühl vor einem aufgeräumten Arbeitsplatz zu stehen? Einfach schön!

Und man kann so gut durchatmen und frisch ans Werk gehen. 
Auf dem Schreibtisch, z.B., liegt nur das Nötigste. Wohlsortiert, und griffbereit. Kein langes Suchen, kein überladenes Arbeitsfeld. 

Und das, was im Kleinen schon so erfrischend herrlich ist, möchte ich jetzt auf das gesamte Haus ausweiten. 

Wenn man Minimalist werden möchte, ist die erste Übung: "LOS LASSEN!"
Das ist gar nicht so einfach, aber man kann es lernen. 

Ich habe einmal folgenden Tipp gehört: Man nehme ein Ding, an dem das Herz hängt - die Lieblingstasse, die Lieblingsvase, den Lieblingsteller, etc. - hält es sich noch ein letztes Mal in Augenhöhe und lässt es dann auf einen harten Boden fallen. Ganz "harte Hunde" würden sogar ihr Smartphone los lassen. ;)
Welche Gefühle übermannen einen hinterher? Was geht dann in einem vor?
Ein tolles Experiment. Versuche es selber einmal!

Gut, wenn das Los-Lassen dann klappt, kann man sich an die nächste Übung machen.
Man gehe durch seinen Wohnraum, mit dem Ziel Dinge ausfindig zu machen, die man schon lange nicht mehr benutzt hat.
Je nachdem, wie die Wohnverhältnisse sind, kann man diesen Kram dann sofort entsorgen, oder für sechs bis zwölf Monate ausmustern bzw. wegsperren. 
Im Lagerraum deponieren, in Kartons verpacken (Inhaltsliste nicht vergessen), oder auch nur mit Klebepunkten markieren.
Einen Kalendereintrag für sechs bzw. zwölf Monate machen, und den Dingen ihren Lauf lassen. 
Sollte man diese Dinge in dieser Zeit doch noch einmal benötigen, dann wird es aus dem Lager geholt, bzw. vom Klebepunkt befreit. 
Alles was sich nach sechs bzw. zwölf Monaten noch unbenutzt in der Wohnung befindet, lässt man dann endgültig los.
Je nach Zustand kann man es verkaufen, verschenken, oder auch wegwerfen. Aber auf keinen Fall wieder in den eigenen Bestand aufnehmen!

Um auf diese Art zu minimieren, reichen zehn bis fünfzehn Minuten pro Tag. Und damit ich mich nicht gleich wieder verzettele,  nehme ich mir einzelne Segmente vor. An denen arbeite ich, bis es daran nichts mehr zu tun gibt.
Erst dann wird das nächste Segment in Angriff genommen. 

Zwei Übungen, die ich gerade beginne umzusetzen. 

Ja, ich packe das!